„Freundliches Polenmädel bietet Bigos und Heißes Bier an“

…und ist damit das Highlight des Bornaer Weihnachtsmarkts, zumindest in den Augen des LVZ-Lokaljournalisten. Aber was will man auf dem Lande, wo „ältere Herrschaften […] mit Vodka und anderen polnischen Schnäpsen sitzen und sich auf diese Weise ihrer früheren Heimat erinnern“, auch anderes machen, als 3500 Zeichen über Essen, Heimat und die „Kultur ihres Landes“ zu schreiben? Der Artikel über die „Birnen-Polin“, die in diesem Trauerspiel die Sympathischste ist, steckt hinter einer Bezahlschranke – und das ist auch gut so.

Faksimile: lvz-online.de

G E I D H E I M

Operator: 11833 – guten Tag!
Kunde: Ähh, hallo, bin ich da falsch, ich wollte zur Auskunft für unseren Ort.
Operator: Nun ja, Sie sind hier bei der Auskunft für ganz Deutschland.
Kunde: Ui, wo sind Sie denn?
Operator: In Berlin.
Kunde: Dann wird das aber schwer, also ich wohne in Geithain, können Sie mir da auch eine Nummer raussuchen?
Operator: Wenn Geithain in Deutschland liegt ?! Wie schreibt man denn Geithain?
Kunde: G E I D H E I M (…)

Quelle: DAUjones

Arzg‘birg: Hutzenobnd für Menschlichkeit

Ein Veranstaltungstipp der Redaktion:

Am 01. November in Schneeberg: Benefizkonzert „Hutzenobnd für Menschlichkeit“ mit „De Krippelkiefern“

„Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus nehmen derzeit in Schneeberg ungeahnte Ausmaße und Formen an. Aus diesem Grund möchte der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der von der NPD organisierten Antikultur des „Schneeberger Lichtellaufs“ authentische Erzgebirgskultur, die für Toleranz und Menschenwürde wirbt, entgegensetzen“, so Ulrike Kahl vom Kreisvorstand der Partei.

Daher laden die GRÜNEN für Freitag, den 1. November um 20.00 Uhr, zum Benefiz-Konzert „Hutzenobnd für Menschlichkeit“ mit „De Krippelkiefern“ in das Kulturzentrum „Goldne Sonne“ nach Schneeberg ein.

„Die heimatverbundenen Lieder der Musiker können dazu beitragen, die Bürger gegen rechtsextremistisches und rassistisches Gedankegut zu immunisieren. In der Tradition des Erzgebirges kommt dem sogenannten „Hutzen“ seit jeher bezüglich des gemeinwohlfördernden Miteinanderredens eine große Bedeutung zu, das Ausgrenzung ausschließt“, so Kahl weiter.

Der Eintritt ist frei, jedoch wird um Spenden für ein Schneeberger Streetworkerprojekt des Kreisjugendringes gebeten.

Noch nicht genug von den Hinterwäldlern? Checkt das Gedicht:

Kinder, holt Laternen raus,
die Russen schleichen uns um’s Haus.
Die Nächte werden richtig duster
und Nazis wirken gleich verschmuster.
An ihnen lässt sich’s jetzt gut lehnen,
sie lesen Wissen aus den Genen:
„Die vom Osten bringen Körbe
und klau‘n uns Klopapier und Möhren!

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Chemnitz: „Thor Steinar“-Träger unter sich

Der 18-Jährige, der leicht verletzt wurde, lief gemeinsam mit seiner Freundin davon. Die Unbekannten wurden folgendermaßen beschrieben. Der Mann mit der Glatze ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1,70 Meter bis 1,75 Meter groß und schlank. Seine Lippe ist auf der linken Seite gepierct und sein Hals tätowiert. Er trug eine schwarze „Thor Steinar“-Hose.

Sein Begleiter hat dunkelbraune Haare, einen „Ziegen- und Oberlippenbart“, ist etwa 35 Jahre alt, und zwischen 1,70 Meter und 1,75 Meter groß. Er hat ein Nasenpiercing und silberne Tunnel in beiden Ohren. Bekleidet war er mit einem grauen Basecap, einer grau/schwarzen Jacke sowie einer blauen Jeanshose. Die Sachen, die dem 18-Jährigen geraubt wurden, sind von der Marke „Thor Steinar“ und die Schuhe von New Balance. Alles zusammen hat einen Wert von ca. 190 Euro.

via Sachsen Fernsehen

BUND Sachsen: Hinterwäldler vs. Bionade-Biedermeier

„Bei den Naturschützern des sächsischen BUND tobt ein erbitterter Krieg der Funktionäre“, weiß die Leipziger Volkszeitung zu berichten. „Führende Mitglieder der Regionalgruppen Erzgebirge, Vogtland und Erzgebirgsvorland“ proben den Aufstand:

Als sicher gilt, das die tatsächlichen Ursachen des Aufruhrs in erheblichen Mentalitätsunterschieden zwischen den Großstädtern und den Erzgebirglern liegen. Die Südsachsen stünden für einen Naturschutz, wie er in den sechziger Jahren praktiziert wurde, heißt es in Leipzig. Sie würden Windkrafträder bekämpfen und den Klimaschutz infrage stellen. In Südsachsen wird dies hinter vorgehaltener Hand bestätigt.

Darüber hinaus gibt es im BUND offenbar auch Ost-West-Probleme: Die Südsachsen würden die Großstädter im BUND als „Wessis“ verachten, weil diese alternative Lebensstile verwirklichen, keine Autos besitzen oder Vegetarier sind, heißt es. In den Großstädten würden die Südsachsen dagegen als verbitterte „Verlierer der Einheit“ eingestuft, die an überholten Vorstellungen kleben.

Ha ha!